Forelle am Spiess

Ganzer Fisch ganz einfach

Am besten schmeckt der selbstgefangene Fisch. Petri Heil als krönender Abschluss eines Anglertages ist aber selbst im Wasserschloss Europas nicht garantiert. Den Titel trägt die Schweiz, weil in den Bergen Bäche entspringen, die zu vier grossen Flüssen werden oder sie zumindest gut tränken.

Früher hatte jeder dieser Flussäste seine eigene Forellenart. In Doubs und Rhone schwamm die Zebraforelle, die Po-Zuflüsse aus dem Süden beheimateten die Marmorataforelle und die Trota Fario, der Inn die Donauforelle. Heute dominiert jedoch überall die Atlantische Forelle aus dem Rhein. Natürlich hat das mit dem Mensch zu tun, der diese Forelle zu Fischereizwecken überall aussetzte – die Gewässer besatzen, heisst das. So kam auch die jüngste Art in die Schweiz, die Regenbogenforelle.

Diese Fische sind aber dem Namen zum Trotz nicht nahe verwandt mit unseren heimischen Forellen und gehören zur Gattung der pazifischen Lachse. Deshalb auch ihr rötliches Fleisch.

Schmackhaft sind sie alle, wenn sie frisch sind: rote Kiemen und glasige Augen heisst: Frischer Fisch von Fischers Fritz!

Wer die Forelle selbst geangelt hat, brauch ich über die weiteren Schritte kaum aufzuklären. Das bekommt man ja mit dem Fischerpatent mit. Wer es nicht gerne blutig mag, kann den Verkäufer im Laden bitten, den Fisch auszunehmen und zu entschuppen.

Die Bauchhöhle fülle ich mit besten Kräutern, Limetten-Schnitz und Olivenöl. Die Mischung entfaltet auf dem Grill ein herrliches Aroma. Alles ganz simpel und einfach.

Sowieso ist das Präparieren, Grillieren und Tranchieren ganzer Fische einfacher, als viele denken. Einfach mal ausprobieren!

Im Video findet ihr Tipps vom Ausnehmen bis um Aufstellen – oder: Warum Steine unbedingt mit auf dem Grill müssen!

Forelle am Spiess

Zutaten

Für 4 Personen

  • 1 Forelle
  • 1 Zweig Rosmarin
  • 1 Zweig Thymian
  • 1 Koriander
  • 1 Limette
  • 1 Salz & Pfeffer
  • 1 Limetten–Ingwer-Öl

Informationen


Zubereitungszeit: 
Grillzeit: 

Utensilien
Steine oder Halterung


Zubereitung

  1. Fisch mit zwei Steinen so auf Brett fixieren, dass die offene Bauchseite gegen oben schaut.

  2. Einen guten Schluck vom Öl in den Bauch und grosszügig Salz und Pfeffer.

  3. Rosmarin, Thymian und Koreander gleich am Zweig in den Bauch stopfen.

  4. Zum Schluss noch ein, zwei Limetten-Schnitze dazu stecken.

  5. Nochmals Salz, Pfeffer und Öl darüber. 

  6. Bei indirekter Hitze ungefähr 15 Minuten mit Bauch nach oben auf gedeckten Grill.

  7. Tipps:

    • Mit zwei Steinen Fisch auf dem Grill fixieren.
    • Bist du nicht sicher, ob der Fisch durch ist, an der hinteren Bauchflosse ziehen. Lässt sich die leicht lösen, ist er durch.
    • Zum Filetieren oben bei Rückgrat fein mit Messer Haut perforieren und Fleisch vom Grat her lösen. Dann Rückgrat vom Schwanz zum Kopf abziehen.

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