Saftiges aus der Sonnenstube

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Welches sind die beliebtesten Grillier-Würste im Tessin?

Würzig und triefend sind die Tessiner Grillspezialitäten Luganighette und deren dicke Brüder, die Luganighe . Letztere wurden zwar traditionell während der Fasnachtszeit zur „Risottata die Carnevale“ serviert, finden aber immer öfter auch in den Sommermonaten den Weg auf den Grill. Kein Wunder, schmecken diese „Rohwürste mit abgebrochener Reifung“ doch zu gut, um sie nicht auf dem Sommergrill zischen zu lassen.
 
Und das tun beide durch ihren hohen Anteil an Brustspeck vom Schwein wie kaum eine andere Wurst. Darum sollte man diese Würste besser in der indirekten Hitze braten, denn die flüssigen Fett-Fontänen feuern die Flammen im Grill mächtig an. Aber genau dieses Fett verstärkt das herrliche Gewürzbouquet aus Nitritpökelsalz, Kochsalz, Rotwein, Pfeffer, Muskatnuss, Knoblauch, Nelken und Zimt.
 
Zu stark sollte man diese beiden Tessiner Würste nicht austropfen lassen. Sie sollen saftig sein, nicht trocken.
 
Die dünnen Luganighette muss man oft noch zu einer Grillschnecke aufrollen und mit einem Holzspiess durchstechen, bevor man sie auf den Rost wirft. Aber das ist kein Aufwand, um in den Grill-Genuss der Sonnenstube zu kommen. Andere stehen dafür Stunden vor dem Gotthard Schlange.

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