Grilliertes Kürbishirn: Alle wollen an Halloween beissen

Halloween ist ein schaurig schönes Fest und bietet mir vor allem die Gelegenheit, meine untoten Freunde Candice und Taylor zu bewirten – passenderweise in der Todesschlucht (SO). 

Da sie nur einmal im Jahr kommen, haben sie entsprechend Hunger. Da werf ich doch gerne auch im Herbst den Grill an. Ein deftiger gefüllter Kürbiskopf ist genau das Richtige. Ich nenne es Kürbishirn – schmeckt ihnen so besser.
Das Rezept funktioniert übrigens auch im Ofen.
Bei der Zubereitung halte ich mich an den Halloween-Dreisatz: Kürbis zum Schnitzen, Blut zum Spritzen, Knoblauch zum Schützen. Wobei das mit dem Knoblauch nicht mehr wirkt. «Ein alter Mythos», wie mich Tayler aufklärte. Leider zu spät, wie ich am eigenen Hals spüren musste. Anscheinend schmeckt Lebenden totes Fleisch, Untoten dagegen lebendes...
 
Apropos alter Mythos: Wisst ihr eigentlich, woher die Halloween Geschichte und der Brauch mit den geschnitzten Kürbissen kommt? Nein, nicht wirklich aus den USA. Eigentlich ist es ein reimportierter irischer Brauch.
In Irland lebte einer Sage nach einst der Bösewicht Jack Oldfield. Dieser fing mit einer List den Teufel ein und wollte ihn nur freilassen, wenn er ihm nie mehr in die Quere kommen würde. Als Jack O. starb, kam er wegen seiner Taten nicht in den Himmel. In die Hölle konnte Jack aber auch nicht, da er ja den Deal mit dem Teufel hatte. Das Schicksal dieser unruhig umherwandelnden Seele erbarmte selbst den Teufel und er schenkte Jack eine Rübe mit einer glühenden Kohle darin, damit Jack durch das Dunkel wandern kann.
Da in den USA keine Rüben, dafür viele Kürbisse zur Verfügung standen, höhlten die irischen Einwanderer stattdessen einen Kürbis aus. Dieser ist seither als Jack O’Lantern bekannt, die man vor das Haus stellt. Die Fratzen schnitzt man, um böse Geister abzuschrecken.
 
Nun hoffe ich, auch die Folgen des Vampirbisses sind ein überholter Mythos. Sollte ich ewig leben, gehen wohl selbst mir irgendwann die Ideen für neue Grillrezepte aus. Dann wird es auch für Candice und Taylor langweilig. Und eigentlich spiele ich auch lieber mit Lebensmittelfarbe, denn mit echtem Blut.
 

Kürbishirn

Zutaten

  • 1 Kürbis
  • 500 g Hackfleisch
  • 1 Jalapenos
  • 1 dl Tomatensaft
  • 100 g Emmentaler Käse
  • 1 EL Fleischgewürz
  • 1 Zwiebeln
  • 2 Zehen Knoblauch

Fertig in: 1.3333333333333333 Stunden


Vorbereitungszeit: ca. 20- 30 Min

Grillzeit: 40 - 60 Min.  

Zubereitung

  1. Den Kürbis oben aufschneiden und das weiche Innere mit den Kernen aushöhlen. Am besten geht das mit einer Suppen- oder Schöpfkelle. Den Deckel unbedingt behalten!

  2. Zwiebel und Knoblauch klein schneiden.

  3. Jalapeños entkernen und auch klein schneiden.

  4. Alles zum Hackfleisch in die Schüssel, inklusive Tomatensaft, Emmentaler und Gewürz.

  5. Wer es schön schaurig blutig rot mag, spritzt noch zünftig rote Lebensmittelfarbe dazu.

  6. Nun die Masse gut mischen.

  7. Den Kürbis damit füllen und dann den Deckel drauf.

  8. Den Kürbis bei 180-200 Grad bei indirekter Hitze und geschlossenem Deckel für 40-60 Minuten auf den Grill – oder eben in den Ofen.

    Am Ende den Kürbis wie einen Kuchen aufschneiden und aufpassen, dass man beim Servieren nicht von Gästen gebissen wird!

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