Chili Run für Pistencowboys

Angeben ist für Anfänger! Hier kommt Stüssis Rezept für Fahrtwind …

Auf die Quengel-Frage „Wer hat’s erfunden?“ sind wir Schweizer beim Chili con Carne definitiv raus. Aber darüber streiten so schon genug Parteien. Mexico gehört übrigens nicht dazu. Es ist ein reiner Südstaaten-Zwist zwischen Arizona, Texas und New Mexico. Gewürzt wird der Streit, weil sowohl die amerikanischen Ureinwohnern wie die Einwanderer aus Spanien, Irland, Griechenland ihren Einfluss auf den Eintopf geltend machen – ja sogar die Chinesen wollen Chili con Carne geprägt haben.
Die älteste und meiner Meinung nach lustigste Legende besagt übrigens, das erste Chilirezept sei einer spanischen Nonne im 17. Jahrhundert während eines tranceartigen Traumes erschienen. Ihr Chili war wohl nicht con Carne (mit Fleisch), sondern mit dem psychoaktiven Kaktus Peyote, der in derselben Gegend wächst.
Am Plausibelsten ist, dass die Cowboys im wilden Westen in die Pfanne warfen, was die Prärie hergab. Rindfleisch und Chilis waren damals die billigsten Lebensmittel und überall verfügbar.
 
Aber ich reihe mich gerne in die Tradition, der „B’haupties“ und frage euch: Wer macht als erstes Chili con Carne auf dem Grill im Schnee? Der Stüssi!
 
Der herzhafte Eintopf ist der perfekte Pistenstopp, da er nicht nur von innen wärmt. Die klammen Finger freuen sich über den dampfenden Teller. Das lockt manch Pistencowboys zum Stop, lange bevor das Chili fertig ist.
Die ersten Portionen kann man zwar schon nach 40 Minuten aus dem Topf schöpfen. Aber beim Chili lohnt sich Geduld. Je länger es einkocht, desto mehr Geschmack hat es. Also geht man besser für einen weiteren wilden Pistenritt hoch auf den Berg und holt noch etwas mehr Hunger. Und wer wirklich durchgefroren ist, geniesst die wohlige Gemütlichkeit, die der Erlebnisofen  verströmt.
 
Und weil jedes Böhnchen nicht nur ein Tönchen sondern auch ein Föhnchen sprich ein heisses Fahrtwindchen gibt, ist es das ideale – und vor allem legale – Schneehasen-Doping!    

Chili con Carne    

Zutaten

Für 4 Personen

  • 800g Wildschwein- oder Rinderhack
  • etwas Olivenöl
  • 2 Zwiebeln
  • 1 Chili
  • 2 Jalapeños
  • 2 Knoblauchzehen
  • 1 TL Pfeffer
  • 1 TL Salz
  • 2 TL Paprika
  • 400 g Tomaten Pelati
  • 220 g weisse kleine Bohnen
  • 100 g Kidneybohnen
  • 280 g Mais
  • 100 g Tomatensugo
  • 500 g Weissbrot

Fertig in: 2.0 Stunden


Zubereitung

  1. Zwiebel und Knoblauch grob schneiden.

    Bei Jalapeños und Chili die Kernen entfernen und in grosse Stücke schneiden.

    Pelati in grosse Stücke schneiden.

    Bohnen abtropfen.

  2. Öl in der Pfanne erhitzen.

    Hackfleisch ca. 2 Minuten anbraten.

    Knoblauch, Zwiebel, Jalapeños und Chili dazugeben und mit den Hack mit anbraten.

    Salz und Pfeffer und Paprika dazugeben.

    Mais dazugeben.

    Pelati, Tomatensugo und Bohnen dazugeben.

  3. Das Ganze bei indirekter Hitze 1-2 Stunden ziehen lassen, immer wieder rühren.

    Brot in dicke Scheiben schneiden und bei Schöpfen mitgeben.

    Und nicht vergessen: Je länger das Chili gekocht wird, umso besser schmeckt es!    

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