Braten vom Heubett

Lange nur als Viehfutter genutzt, entdeckt man heute wieder, was alles im Heu steckt.

Gerade im getrockneten Gras ungedüngter Wiesen steckt unglaublich viel Energie, weshalb es sogar als Heilmittel eine Renaissance feiert. Eigentlich nicht verwunderlich bei gut 70 verschiedenen Pflanzenarten, die auf Alpweiden gedeihen und bis zu 1000 Wirkstoffe enthalten.
 
Wer – etwa nach einem langen Alpabstieg – in Heu schläft, bekommt anscheinend weniger Muskelkater. Als warmer Wickel soll es diverse Leiden von Bauch über Nieren bis zum Kreuz lindern. Und sogar flüssig entspannt es – und damit meine ich jetzt nicht den Heuschnaps! – sondern das Heu im Badewasser.
 
Aber wie man es vom Schnaps her kennt: Heu schmeckt auch lecker. In den traditionellen Bauernküchen wickelt man schon lange Braten sowie Schinken darin ein oder macht eine Suppe – das Heu verleiht den Speisen das Aroma einer Alpwiese im Sommer.
 
Und genau dieses Aroma wollte ich auf dem Grill haben. Da Heu aber auch brennt wie Zunder, muss man schon gucken, dass keine Halme aus der Grillpfanne in die Glut hängen. Sonst wird der Alpgenuss zum Albtraum...

Heubraten

Zutaten

  • 1 kg Schweinshals
  • nach Bedarf BBQ Fleischgewürz
  • 50 g Butter
  • 3 Pastinaken, in grobe Stücke geschnitten
  • 3 Rüebli, in grobe Stücke geschnitten
  • 2 - 4 Zwiebeln, geschält und halbiert
  • 4 - 6 Knoblauch, geschält und halbiert
  • 3 - 4 dl Rotwein
  • 6 Zweige Rosmarin
  • 8 Zweige Lavendel
  • etwas frisches Heu


Zubereitung

  1. Pfanne auf dem Grill erhitzen.

  2. Schweinshals würzen.

  3. Butter schmelzen und Fleisch gut von allen Seiten anbraten.

  4. Fleisch herausnehmen.

  5. Gemüse schneiden und in der Pfanne anbraten.

  6. Mit Rotwein ablöschen.

  7. Lavendel und Rosmarin auf das Gemüse legen.

  8. Mit dem Heu die Pfanne auskleiden.

  9. Nochmals Lavendel und Rosmarin auf das Heu legen.

  10. Fleisch darauf betten.

  11. Für ca. 2 Std. bei 160 Grad schmoren lassen.

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