Wir sind Wurst

Die eigene Wurstvariante kann man ruhig wagen – schliesslich sind wir alle Weltmeister.

Geht es um die Wurst, ist hier alles Cervelat? Mitnichten! Die Schweizer Nationalwurst ist ja nicht mal die beliebteste. Am meisten landet die Kalbsbratwurst im Magen. Und die Konkurrenz ist riesig, denn die Schweiz ist Wurst-Weltmeister!
Mit gut 400 verschiedenen Würsten schafften es die heimischen Metzgermeister gar ins Guinness Buch der Rekorde.
 
Sicher kommen bald weitere Spezialitäten dazu, denn immer mehr drehen heute ihr eigenes Ding. Den individuellen Varianten dabei sind kaum Grenzen gesetzt. Ein paar Grundregeln für den Genuss gelten aber generell.
 
So heisst Wursten auch ran an den Speck. Selbst bei magerem Fleisch vom Kaninchen, braucht eine gute Grillwurst ein Drittel Fett. Meist nimmt man Schweinshalsspeck, da dieser ein neutrales Aroma hat.
 
Ich setze für meine Wurst eh auf Schweinehals. Die individuelle Aroma-Note setze ich mit den Gewürzen. Honig hat wohl kaum einer in einer Wurst erwartet. Doch gilt hier nebst klassischen Gewürzen wir Pfeffer, Fenchelsamen, Paprika oder Zimt: was schmeckt, passt. Man kann sowohl mit exotischen Zutaten experimentieren als auch mit Bodenständigem wie Schnaps.
 
Wer die nötigen Maschinen nicht daheim hat, kann die Zutaten beim Metzger durch den Fleischwolf drehen lassen und auch die Därme dort auswaschen. Daheim mischt man die Fleischmasse dann mit seinen persönlichen Zutaten und presst sie mit einem grossen Trichter in den Darm. Falls am Ende noch Wurstmasse übrig ist, kann man damit ein paar Burger machen.

So lässt es sich auch besser auf die eigene Wurst warten. Denn wie sagen die Profis von Morewurster: Am nächsten Tag schmecken sie am besten!
 
Und noch was zur Cervelat: Wussten Sie, dass die Wurst ursprünglich von der Mailänder Hirnwurst „Cervellata“ kommt? Aber keine Sorge, heute erinnert daran nur noch der Name. Das heute geläufige Rezept stammt aus Basel, wo der Cervelat Klöpfer heisst.
 
Nun aber genug gefachsimpelt und ran an den Speck!

Selber wursten

Zutaten

  • 1 kg Schweinshals
  • 500 g Halsspeck (Schwein)
  • 30 g Salz
  • 3 g Pfeffer
  • 12 g Honig
  • 4.5 g Chili
  • 1.5 g Knoblauch
  • 30 g Zwiebel
  • 30 ml Rotwein
  • 8 g Peterli frisch
  • 2 EL Olivenöl

Utensilien
Wurstdarm vom Metzger (Wer ein dünnes Würstchen will, nimmt Schafsdarm. Für mittlere Würste wie hier kommt in der Regel Schweinsdarm zum Einsatz und für dickere Würste Rindsdarm.


Zubereitung

  1. Knoblauch, Zwiebel und Peterli fein hacken und mit dem Olivenöl in der Pfanne kurz andünsten.

  2. Fleisch und Speck durch den Fleischwolf drehen. 

  3. Gewürze und Angedünstetes mit der Fleischmasse gut vermischen.

  4. Masse in die Wurstpresse füllen.

  5. Därme abfüllen, ca. 80g pro Wurst. 

  6. Würste voneinander trennen

  7. Nochmals eindrehen, damit die Enden nicht auseinanderfallen.

  8. Luftblasen einstechen.

     

    Und ab auf den Grill!

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